Rückblick ICPD 2019

Die Universität Bern war dieses Jahr Gastgeber für die „International Conference on Production Diseases in Farm Animals (ICPD)“. Rund 350 Personen fanden den Weg zum VonRoll Areal vom 27.-29.Juni.

In insgesamt 14 Sessions wurde über den neuesten Stand der Wissenschaft informiert und diskutiert. Die Themen behandelten verschiedene Erkrankungen und Tierarten, aber auch Sessions zum „Precision Livestock Farming“, Tierwohl und Genetik hatten ihren Platz. Generell standen Früherkennung und Vorbeugung, sowie das grundlegende Verständnis der Erkrankungen im Vordergrund.

Bildquelle: Uni Bern (https://www.icpd2019.unibe.ch/)

Vielseitiges Programm an der ICPD

Das wissenschaftliche Programm bot viele interessante Einblicke in verschiedenste Themenbereiche. So wurde mit einem Beitrag aus Neuseeland Lahmheiten bei Ziegen vorgestellt und auch Möglichkeiten zur Vermeidung zu starken Hufwachstums diskutiert. Die Referentin hat hierzu einen Sommer in den Schweizer Alpen mit Ziegen verbracht, um zu sehen, wo die Ziegen hingehen, wenn sie die freie Auswahl haben und wie sich das auf ihr Hufwachstum auswirkt. Natürlich wurden auch Lahmheiten bei der Kuh behandelt. Hier wurde am Beispiel von Mortellaro gezeigt, wie man künstliche Intelligenz nutzen könnte, um bei solchen Erkrankungen schnell und zuverlässig eine Diagnose zu bekommen.

Wie bereits erwähnt durfte auch das Thema Precision Livestock Farming nicht fehlen, wobei hier für einmal neben all den Möglichkeiten, die diese Technologien bieten, die Datensicherheit in einem eigenen Vortrag behandelt wurde. Auch das Thema Genome Editing wurde in einem sehr informativen Vortrag behandelt. Vorgestellt wurde, wie Schweine dank dieser Technologie auf Resistenz für PRRS gezüchtet werden könnten. In einem weiteren Beitrag wurde die Sicht von Personen ohne Bezug zum Bauernhof auf Tierhaltung erklärt. Hier wurde insbesondere die Trennung von Kuh und Kalb als Problem ausgemacht und diskutiert, ob und wie dies geändert werden könnte.

Networking inklusive

In den Kaffeepausen konnten die Posterbeiträge angeschaut werden und wir konnten uns mit den Autoren unterhalten, brennende Frage zu Vorträgen vorhergegangener Sessions stellen oder neue Leute kennen lernen und vielleicht sogar neue Projekte anreissen. Um sich noch etwas besser in entspanntem Rahmen kennenzulernen fand am Freitag Abend ein Dinner in der Mensa statt. Hier wurde mit gutem Essen und Musik ein schöner Rahmen geschaffen, um sich zu unterhalten und neue Kontakte zu verknüpfen.

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